Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Zwangsabtreibung als Kriegsmittel
Im Bürgerkrieg in Nigeria entführen die islamistischen Boku Haram immer wieder Mädchen und Frauen, um sie zu versklaven und zu vergewaltigen. Doch selbst wenn es den Gepeinigten gelingt zu fliehen, wird ihnen oft furchtbare Gewalt angetan. Werden sie nämlich schwanger vom nigerianischen Militär aufgegriffen, führt man sogar bis ins achte Monat hinein Zwangsabtreibungen durch, gegen den Willen der Schwangeren. Für das Militär sind diese Kinder ebenfalls Terroristen und dürfen nicht zur Welt kommen. Eine furchtbare Gewalt, die diesen Frauen, die eben der Hölle entflohen sind, widerfährt.
Bintu Ibrahim wurde jahrelang von den islamistischen Terroristen gefangen gehalten. Als ihr schwanger die Flucht gelang, wurde sie von nigerianischen Soldaten ins Krankenhaus gebracht, um dort Spritzen verabreicht zu bekommen, die ihr Kind töteten. Das geschah gegen ihren Willen, denn sie wollte das Kind, das in ihren Augen nichts Unrechtes getan hat, behalten.
Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters (LINK) zufolge handelt es sich um tausende bestätigte derartige Fälle. Ein furchtbares Schicksal!
#fairändern setzt sich kompromisslos gegen Gewalt an Frauen ein, unser Schwerpunkt liegt auf den Frauen in Österreich. Denn auch hier spielen Gewalt und Druck in Richtung Abtreibung eine größere Rolle als gemeinhin angenommen wird. Wir brauchen endlich eine valide #Motivforschung, um Gewalt gegen Frauen aufzuspüren und entschieden entgegenwirken zu können!
#Abtreibung #Zwangsabtreibung #ungeplantschwanger #gemeinsamgegenGewalt #Frauenrechte
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