Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Flashmob vor dem Parlament
Mit einem Flashmob vor dem Parlament in Wien haben wir gemeinsam mit knapp 40 Frauen unter dem Motto “Zeit für mehr Ehrlichkeit“ die neue Seite www.keinEinzelfall.at vorgestellt und unsere Forderungen an die neue Regierung gerichtet. Wir wollen, dass über die Folgen von Abtreibungen endlich ernsthaft und ehrlich aufgeklärt wird.
Die Fraueninitiative #keinEinzelfall lässt von Abtreibung Betroffene erstmals öffentlich zu Wort kommen und versteht sich als Sprachrohr für ein Tabuthema: Wie haben Frauen ihre Abtreibung(en) erlebt? Unter welchem Druck standen sie davor? Wie geht es ihnen danach?
Laut einer aktuellen IMAS-Umfrage steht mindestens jede zweite von Abtreibung betroffene Frau unter starkem oder sehr starkem Druck Richtung Abtreibung.
Beim anschließenden Pressegespräch fanden einige Betroffene den Mut, sich zu ihren Erfahrungen zu äußern. Das Projekt versteht sich als Anlaufstelle für Frauen, die unter einem Abtreibungstrauma leiden, und ruft dazu auf, Erfahrungen zu teilen, um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen.
Petra Plonner, Vorsitzende des Vereins #fairändern und selbst Betroffene: “In der öffentlichen Diskussion wird darüber nicht gesprochen, obwohl es auch hier um Frauenrechte geht. Der Druck zur Abtreibung ist erschreckend hoch, das Leiden danach wird völlig tabuisiert. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Wir stehen hier, weil die Wahrheit zumutbar ist.”
Eine Auswahl der Presseberichte über unsere Aktion:
https://www.kathpress.at/goto/meldung/2475771/wien-frauen-fordern-mehr-ehrlichkeit-ueber-druck-zu-abtreibung
https://exxpress.at/politik/druck-zur-abtreibung-erschreckend-hoch-frauen-klagen-an
https://www.katholisch.at/aktuelles/153463/muttertag-frauen-fordern-mehr-ehrlichkeit-ueber-druck-zur-abtreibung
Das Video der Aktion gibt es auf unseren Social Media Kanälen Facebook bzw. Instagram
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