Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
#fairändern im Parlament
Drei Jahre nach Start der Bürgerinitiative war #fairändern im März 2021 endlich Thema im Nationalrat!
#fairändern zählte zu den Top-Bürgerinitiativen, die nach der Behandlung im Petitionsausschuss auch im Plenum besprochen wurden. Obwohl #fairändern nicht – wie erhofft – an einen Ausschuss weiterverwiesen wurde, der sich inhaltlich des Themas hätte annehmen müssen, haben sich doch viele Parlamentarier deutlich zu unseren Anliegen geäußert. Das freut uns sehr und stimmt uns hoffnungsvoll. Unsere Arbeit war nicht umsonst, ganz im Gegenteil, sie hat ein stärkeres Bewusstsein der Problematik geschaffen und zum Weiterdenken und -arbeiten angeregt.
„[ich] unterstütze das Anliegen einer verpflichtenden Bedenkzeit vor einem Schwangerschaftsabbruch.“ – Carmen Jeitler-Cincelli
„In naher Zukunft wird man sich über eine Statistik für eine anonyme Erhebung von Zahlen und Motiven zu Abbrüchen in einen zuständigen Fachausschuss unterhalten müssen.“ – Edith Mühlberghuber
„Wir werden es auch […] weiterhin als unsere Aufgabe ansehen, […] an der Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen für Frauen in Schwangerschaftskonflikten zu arbeiten.“ – Elisabeth Pfurtscheller
„Jede Abtreibung ist eine zu viel.“ – Gudrun Kugler
„Die Wertung des ungeborenen Lebens nur aufgrund einer zu befürchtenden Behinderung [ist] eine Ungleichbehandlung, die abzulehnen ist.“ – Kira Grünberg
„Deshalb unterstütze ich die Bürgerinitiativen aus ganzem Herzen und voller Überzeugung.“ – Norbert Sieber
Auch Frauen- und Familienministerin Susanne Raab sagte bei einem Besuch der Familienberatungsstelle „Aufleben“ der Erzdiözese Wien unmissverständlich: „Ich sehe es als Aufgabe von Politik und Gesellschaft, jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die Familien gerade auch in schwierigen Situationen unterstützen und Frauen auch Perspektiven aufzeigen, Ja zum Kind sagen zu können. Es ist wichtig, dass wir in Österreich Schwangeren und ihren Familien umfassende Beratung und Information zur Verfügung stellen und sie auf allen Ebenen unterstützen.“
Das sind wichtige Schritte in die richtige Richtung! Die Verbesserungen für Frauen im Schwangerschaftskonflikt sind noch nicht erfüllt und werden weiter eingefordert! Gemeinsam arbeiten wir an einer Gesellschaft, in der alles Nötige getan wird, um ein „Ja“ zu jedem Kind zu ermöglichen.
#fairändern ist in Bewegung. Sei auch du Teil davon!
Sende uns ein E-Mail an [email protected] um regelmäßig am Laufenden gehalten zu werden.
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