
Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”










Es braucht aber Gespräch!
Unter Beifall und Protest, unter Wut und Freudentränen wurde vergangene Woche in den USA das landesweite „Recht auf Abtreibung“ gekippt. Jeder Bundesstaat entscheidet nun wieder selbst, wie er mit dem Thema umgeht.
In der ganzen Welt gehen die Meinungen darüber auseinander. Die Reaktionen sind heiß und leidenschaftlich – auf beiden Seiten. Gespräche und Fernsehdiskussionen laufen, gemeinsam wird versucht zu verstehen, wie es zu Urteil und Aufhebung kam und welche Auswirkungen das für unsere Welt haben könnte.
Wir von #fairändern mischen kräftig mit, das Thema ist zu wichtig, um darüber zu schweigen. Respektvolle Diskussion, auch wenn sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten werden, sind die Grundfeste jeder demokratischen Gesellschaftsordnung. Dort, wo nicht mehr geredet, sondern vorgegeben wird, herrscht Diktatur.
Sehr befremdlich ist daher die Gesprächsverweigerung von zwei Verantwortungsträgerinnen im österreichischen Parlament, der Frauensprecherinnen der SPÖ, Eva-Maria Holzleitner, und der GRÜNEN, Meri Disoski, die sich entschlossen haben, an der Pro und Contra Sendung von Puls 4 nicht teilzunehmen. Der Grund: Die anderen Geladenen waren anderer Meinung als sie selbst. Ein erschütterndes Beispiel einer neuerdings um sich greifenden Haltung, die sich dem gesellschaftlichen Diskurs verschließt. Nicht nur traurig, sondern eine Gefährdung der Demokratie.
#fairändern steht für lösungsorientiertes Gespräch. Bei der komplexen Frage einer ungeplanten Schwangerschaft braucht es die besten Gedanken der klügsten Köpfe unseres Landes. Wir reden weiter. Wir stehen für Fortschritt.
#ungeplantschwanger #Abtreibungsdebatte#RoevsWade #Frauenrechte #empowerment #prowoman #wirbleibenimGespräch #esgibtimmereinenWeg #fairändern
Suche
Letzte Beiträge
Archiv