Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Meine Geschichte
Willkommen in der Wirklichkeit, fernab von Romantik. So überraschte mich das Leben eines Tages ziemlich nüchtern. Schwanger! Was tun in meiner Verzweiflung? Noch sehr jung, unerfahren, verliebt, innerlich zerrissen, noch die „rosarote Brille tragend“ musste ich eine Entscheidung treffen, der ich nicht gewachsen war. Schmerz!
Er wollte kein Kind, es passte nicht in sein Leben. Und überhaupt peinlich, über so was sprach man nicht, weder mit Freunden noch der Familie. Schweigen!
Er oder das Kind? Keine andere Wahl. Alleingelassen, ohne Zuspruch, ohne hoffnungsvolle Worte, hilflos den Umständen ausgeliefert sein. Das Licht am Ende des Tunnels sah ich nicht, Zukunftsängste türmten sich, ein Klammern an den vagen Versuch die Beziehung zu retten, statt loszulassen, was sowieso zum Scheitern verurteilt war. Beziehung aufgebaut auf Oberflächlichkeit verlor den Wert. Die „rosarote Brille“ wurde kohlrabenschwarz.
Selbstbestimmungsrecht? Von wegen! Eine Entscheidung unter Druck und Hoffnungslosigkeit zu treffen ist niemals frei. Wenn ich wirklich frei gewesen wäre, hätte ich niemals mein Kind für eine Beziehung geopfert.
Kinderlachen, Kindersegen ist mir Gott sei Dank nicht verwehrt geblieben. Licht, wo Mut zum Leben ist und Hoffnung geschürt wird.
Ingrid P.
#ichhabeabgetrieben #meineGeschichte #Abtreibung #ungeplantschwanger #unfreieEntscheidung #fairändern
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