Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Keine Spur von Selbstbestimmung
Eine junge Frau aus Russland klagte ein Krankenhaus und ihre Eltern vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Sie bekam Recht und Schadenersatz zugesprochen. Und zwar für eine erlittene Zwangsabtreibung! Nachdem sie von der Schwangerschaft erfahren hatte, brachten ihre eigenen Eltern sie gegen ihren Willen zu einer Klinik. Auch dort äußerte sie klar, dass sie das Kind behalten wollte, dennoch wurde die Abtreibung durchgeführt.
Seither erlitt die Frau zwei weitere Fehlgeburten und ist nun laut einem medizinischen Gutachten unfruchtbar, zudem wurde eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Der EGMR stellte in seinem Urteil (LINK) fest, dass die erzwungene Abtreibung eine „unmenschliche und herabwürdigende Behandlung“ und eine „schwere unmittelbare Schädigung ihrer Gesundheit“ ist.
Dass dieser Fall leider kein Einzelfall ist, zeigen immer wieder Aufzeichnungen aus Beratungsstellen. Bei bis zu 30% (!) der Fälle übt der Kindsvater oder das direkte Umfeld Druck auf die Frau in Richtung Abtreibung aus. Mehr dazu unter diesem LINK.
Diese Gewalt gegen Frauen im Namen vermeintlicher Selbstbestimmung darf nicht gebilligt werden! #fairändern tritt für bessere Bedingungen für ungeplant schwangere Frauen ein.
#Motivforschung #Statistik #Bedenkzeit #Informationspflicht #Abtreibung #ungeplantschwanger
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