Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Tag für ECHTE Frauengesundheit
Bereits seit 34 Jahren macht der „Internationale Aktionstag für Frauengesundheit“ jeden 28. Mai auf die Wichtigkeit der körperlichen und psychischen Gesundheit von Frauen aufmerksam. Unter dem Motto “Our health, our rights, our lives” unterstützen weltweit zahlreiche Menschen- und Frauenrechtsorganisationen diesen Aktionstag, dazu gehören etwa Planned Parenthood und andere Organisationen, die sich der reproduktiven Gesundheit und der Rechte für Frauen verschrieben haben.
Körperliche Gewalt gegen Frauen, Brustkrebsrisiken, Benachteiligungen durch die COVID-Pandemie werden lobenswerterweise aufgezeigt. Allerlei Gutes findet sich in dem Topf namens „sexuelle und reproduktive Rechte von Frauen“, in den diese Organisationen aber beinah unmerklich ein universelles „Recht auf Abtreibung“ untermischen, als würde es sich dabei um etwas Gutes, eine Errungenschaft für Frauen handeln.
Dabei wird vollständig ausgeblendet, welche körperlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen für die Frauen durch ebendiese Abtreibungen entstehen können und unter welchen Druck sie durch diesen geforderten „einfachen und billigen“ Zugang gesetzt sind.
So müsste sich ein wirklich authentischer „Tag der Frauengesundheit“ mit derselben Hingabe der Erforschung dieser Schäden, die durch Abtreibung entstehen, widmen. Und nicht nur, weil 100% der von Abtreibung Betroffenen Frauen sind, sondern weil auch 50% der abgetriebenen Kinder Frauen sind. Make a Stand! ALL Women’s Health Matters! Take Action!
Suche
Letzte Beiträge
Archiv