Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Joana wird jung ungeplant schwanger. Sie ist 22 Jahre alt und ist gerade in eine neue Stadt gezogen, um ihr Studium zu beginnen. Der positive Schwangerschaftstest fühlt sich „nicht echt“ an, sie kann doch nicht schwanger sein!
Nach der Bestätigung durch die Ärztin bricht für sie Welt zusammen. Mit ihrem Freund spricht sie viel, er wollte das Kind eher nicht, aber lässt sie in der Entscheidung allein. Für sie war eigentlich immer klar, dass sie abtreiben würde, sollte sie ungeplant schwanger werden. Der Gedanke, dass sie das Kind auch bekommen könnte, reift erst langsam in ihr. Obwohl der Zeitpunkt ungünstig war, wurde Joana bewusst, dass der ideale Zeitpunkt vielleicht nie kommen würde!
Im Krankenhaus händigt man Joana die Abtreibungspille aus, die sie zu Hause nehmen sollte. Ein unglaublicher Zeitdruck baut sich rund um Joana auf. Soll sie sie nehmen oder nicht? Sie fährt mit den Tabletten im Gepäck nach Hause zu ihrer Mama. Wie diese Tage für Joana waren, seht ihr im Video-Interview hier (LINK).
Heute ist ihre Tochter 6 Jahre alt, Joana hat ihr Bachelorstudium abgeschlossen und hat sich als Künstlerin selbständig gemacht. Ihr hat das „Ja“ zu ihrem Kind Lebensglück gebracht.
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