Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Wie geht es ungeplant schwangeren Frauen die eigentlich abtreiben wollten, es dann aber aus Gründen der Fristüberschreitung nicht mehr tun konnten? Die amerikanische „TURNAWAY“-Studie aus dem Jahr 2019, die eigentlich untersuchen wollte, welche psychischen Folgen es für Frauen hat, wenn ihnen eine Abtreibung verweigert wurde, kam zu dem für die Autoren überraschenden Ergebnis, dass 96% der Frauen, die nicht abgetrieben hatten, es fünf Jahre danach nicht bereuten!
Es ist sehr schwierig in diesem Bereich aussagekräftige Studien durchzuführen, da sowohl die die Methodik oft unwissenschaftlich ist als auch die Interpretation der Ergebnisse stark von der jeweiligen „Ideologie“ beherrscht wird. So hat dieses Ergebnis der Turnaway-Studie nie Eingang in die großen Medien gefunden. Umso wichtiger wäre deshalb einerseits die von #fairändern geforderte #Statistik als auch eine anonyme #Motivforschung um mehr rund um Abtreibung, Frauengesundheit und psychische Belastungen in Erfahrung zu bringen.
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