Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Adoption ist immer besser
„Mein Mann und ich hatten uns von Anfang an Kinder gewünscht. Wir wussten, dass wir keine leiblichen Kinder bekommen konnten, wollten aber keine aufwendigen medizinischen Eingriffe durchführen. So beschlossen wir, ein Kind zu adoptieren.
Nach drei Jahren Wartezeit rief uns die zuständige Sozialarbeiterin an und teilte uns mit, dass ein vier Wochen altes Mädchen eine Familie benötigen würde und dass wir ein Wochenende Zeit hätten, um eine Entscheidung zu treffen. Als wir das kleine Mädchen dann im Krankenhaus kennenlernten, haben wir sie sofort ins Herz geschlossen. Nicht einmal gravierende gesundheitliche Probleme, die einmal eine Herz-OP notwendig machen würde, sowie die Information über die Drogensucht ihrer Mutter konnte uns noch daran hindern, sie mit nach Hause zu nehmen. Unsere zukünftige Adoptivtochter blieb noch fünf Wochen im Krankenhaus; die letzte Woche haben wir gemeinsam im Mutter-Kind-Zimmer verbracht, was sehr hilfreich war, um uns aneinander zu gewöhnen. Die vier Wochen davor konnte ich nur täglich Besuche im Krankenhaus machen und alles regeln, um in Karenz gehen zu können. Dies war eine sehr stressige Zeit, da man ja plötzlich auch alles zuhause vorbereiten musste, wofür man normalerweise neun Monate Zeit hat.
Die Herz-OP wurde erst mit 13 Jahren mit Erfolg durchgeführt, sodass unsere Adoptivtochter nun körperlich fit ist. Ich bin sehr froh, dass sie von Freunden und Familienmitgliedern nicht nur akzeptiert, sondern heiß geliebt ist. Sie ist mit dem Bewusstsein aufgewachsen, alle Familienmitglieder doppelt zu haben und hat mittlerweile einige Mitglieder ihrer leiblichen Familie kennengelernt.
Den verpflichtenden Pflegeelternkurs, der dabei hilft, sich eigener Motive bewusst zu werden und die eigene Herkunftsfamilie zu reflektieren, habe ich damals als sehr hilfreich empfunden. Ich bin auch dankbar für die Pflegeelternrunde, die ich noch ein Jahr besuchte und in der ich mir Tipps holen konnte.“ – anonym
#fairändern fordert eine #Positivkampagne zu #Pflege und #Adoption. In Österreich warten 15 Paare auf ein zur Adoption freigegebenes Kind. #keinkindistunerwünscht
#ungeplantschwanger #dubistnichtallein #esgibtimmereinenweg #adoptionstattabtreibung
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