Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
“Vor den Räubern retten”
Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom barmherzigen Samariter? Ein Mensch fällt unter die Räuber und bleibt verwundet liegen. Viele gehen vorbei und täuschen vor, nichts zu sehen und zu hören. Der Samariter aber kümmert sich um den Fremden. Er sorgt für seine Genesung. Genau das macht SaveOne: Ein 12-Wochen-Programm kümmert sich um jene, die sich mit ihren Abtreibungswunden plagen. Seit 15 Jahren wirkt SaveOne in Österreich und konnte bereits vielen Männern und Frauen helfen. Beim Jubiläumsfest in der Albertina sprach ich über #fairändern. Nachdem ich selbst jahrelang Hilfe nach Abtreibung geleistet habe (und immer noch leiste), stellte ich in Anspielung auf die Geschichte vom barmherzigen Samariter die Frage: Was können wir tun, damit nicht mehr so viele Menschen – bildlich gesprochen – „unter die Räuber fallen“? Aus dieser Überlegung heraus ist #fairändern entstanden. Wir fordern, dass es konkrete Unterstützung im Schwangerschaftskonflikt gibt, damit Frauen und Männer möglichst Ja zu ihrem Kind sagen können. Damit würden sich auch die Abtreibungswunden erübrigen. Aber bis dahin gibt es noch viel zu tun! Helfen Sie mit!
Ihre
Petra Plonner
Vorsitzende #fairändern
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