Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Danke für das großartige Zeugnis!
Ich war selbst plötzlich, unerwartet schwanger. Auch noch in Ausbildung, zwar schon mit meinem Mann zusammen und sogar schon verlobt, aber grenzenlos überfordert mit dieser Nachricht! All das, was Sie Frau Plonner damals erlebt haben, habe ich auch empfunden und auch ich wollte mein altes Leben zurück und war komplett verzweifelt. Ein Kind!
Ich bewundere jeden Jugendlichen, auch Erwachsenen, der es schafft „ja“ zu seinem (unerwarteten) Kind zu sagen!
Ab der zweiten Woche wusste ich, dass in mir ein Kind wächst und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es den meisten Frauen auch so geht! Der ganze Körper, das emotionale Empfinden, ändert sich sofort.
Seit damals sind 14 Jahre vergangen. Wir haben das erste Kind vier Monate vor der Hochzeit verloren. Es war etwa 7 Wochen alt. Wir durften aber 6 Kinder bekommen. Mich hat diese Erfahrung sehr demütig gemacht. Viele Gefühle kommen in mir hoch, wenn ich daran denke, dass ich dieses Kind, das verstorben ist, nicht wollte und nun so stolz auf meine 6 Kinder schaue. Ich finde dafür keine Worte. Ja, es gibt einen Gott der vergibt. In einer Mütterbeten-Runde trage ich auch das verstorbene Kind mit. Möge es mir verzeihen.
Solange die Pille, Spirale, das Kondom als Garantie für ein sorgenfreies, ungezwungenes Sexualleben verkauft werden, mache ich, gerade Minderjährigen keinen Vorwurf! Mütter, die ihren Kindern die Pille mit 13-14 Jahren aufzwingen, damit sie (die Eltern) ja keine Probleme bekommen, gibt es so viele!
Auch der Druck, der auf den Jugendlichen lastet! beobachten Sie doch mal die Aussagen in klassischen Jugendfilmen: wenn man nach dem 3. Date noch nicht intim war, ist der Junge wohl schwul, oder hat ein gravierendes Problem. Wenn man einen Freund hat, dann ist er das erst richtig, wenn man miteinander schläft.
Ich erlebe auch als Pädagogin, dass viele Kinder so allein sind. Die Eltern sind im Beruf. Die Kinder müssen schon so früh alleine klar kommen. Es findet keine Aufklärung statt. Wenn man mit 14 in einer Beziehung ist, ist es okay beim Freund zu schlafen. Wir vertrauen dir ja so, heißt es dann zum Beispiel, anstatt als Eltern den Mut zu haben „nein“ zu sagen, das Gespräch zu suchen, die Beziehung zum Kind aufzubauen.
Für mich ist eigentlich die einzige Möglichkeit gegen Abtreibung vorzugehen, den Mädchen ihren Körper zu erklären, die Schönheit der NER aufzuzeigen und Mädchen stark zu machen, den Männern den Weg zu verfrühter Sexualität zu erschweren und die große Bedeutung der Freundschaft als Fundament f.d. Ehe bewusst zu machen. Aber gesellschaftlich geht es ja immer mehr dahin, die Kinder immer früher und immer länger fremdbetreuen zu lassen, sodass eine stabile Bindung zu den Eltern immer schwerer aufgebaut werden kann, was ja für starke Kinder das Fundamentalste wäre. Ich sehe unsere große Verantwortung als Eltern immer mehr und hoffe, dass wir es schaffen unsere Kinder gut zu begleiten.
Schön, dass Sie da sind!
Unglaublich, wenn es stimmt, was man über die Liebe Gottes zu uns Menschen sagt!