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Plattform Leben Vorarlberg: Um Frauenrechte zu wahren, braucht es #fairändern!

Um Frauenrechte zu wahren, braucht es die Umsetzung der Forderungen von #fairändern!

In der Schwangerenkonfliktberatung erreichen uns zunehmend Anrufe von Frauen, die die Wirkung der Abtreibungspille Mifegyne stoppen und ihr Kind behalten wollen. Das heißt, die Schwangeren befinden sich im laufenden Abtreibungsprozess und sind meistens alleingelassen, wenn die Abbruchblutung einsetzt und sie den Embryo in die Toilette spülen. Interessanterweise sprechen die Frauen zu diesem Zeitpunkt stets von ihrem Kind.

In Österreich wird die Abtreibungspille Mifegyne bis zur 9. Schwangerschaftswoche angewendet. Schätzungen zufolge werden mindestens 50% aller Abtreibungen medikamentös durchgeführt. Konkrete Zahlen fehlen, weil wir keine Statistik und Motivforschung haben. Die Hürde abzutreiben ist durch diese vermeintlich „einfache“ Abtreibungsmöglichkeit sehr niedrig geworden.

Originalzitat einer Frau, die medikamentös abgetrieben hat:

„Ich habe mich wie ferngesteuert gefühlt. Der Arzt hat meine Notlage schamlos ausgenutzt und mich nicht ermutigt, meinen Entschluss nochmals zu überdenken. Stattdessen stand er mit einem Glas Wasser und der Tablette da und forderte mich auf, es hinter mich zu bringen. Das Geld hat er sofort kassiert. Ich wollte eigentlich noch mit meinem Mann darüber sprechen. Ich weinte schon beim Hineingehen in die Praxis. Der Arzt hat mit mir geschimpft und gefragt, warum ich wegen sowas weine. Als mir die Tablette im trockenen Hals stecken blieb, sagte er streng: Runter damit.“

Gynmed-Betreiber Fiala fordert rezeptfreie Abgabe der Abtreibungspille:
Hilfesuchende Frauen zu begleiten, die nach erfolgter Pilleneinnahme ihr Kind behalten wollen, ist eine neue Herausforderung für uns Beraterinnen. Die Zahl verzweifelter Frauen, die übereilt abgetrieben haben und schwer an den Folgen von Abtreibungen leiden, nimmt täglich zu. Es ist absurd, dass Christian Fiala, Mediziner Gynmed, die rezeptfreie Abgabe der Abtreibungspille Mifegyne fordert und Abtreibung mit einem Spontabort gleichstellt.

Eine 3-tägige Bedenkfrist ist nicht zu viel verlangt!
Natalie Bayer-Metzler, Plattform Leben Vorarlberg: „Es überkommt mich als Beraterin Wut, dass Frauen die schwerwiegende Entscheidung abzutreiben ohne das Recht auf eine Bedenkfrist treffen müssen. Viele Frauen, mit denen wir in Kontakt kommen, sagen, sie haben übereilt und unter Druck abgetrieben. Zudem fordern wir gemeinsam mit den Frauen im Schwangerenkonflikt, dass Ärzte, die Abtreibungen durchführen, auf Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam machen sollten.“

Wenn unter emotionalem und äußerem Druck eine Entscheidung getroffen wird, kann nicht von einer Freiwilligkeit und von Frauenrecht gesprochen werden.

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