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Institut für Ehe und Familie für bessere Beratung, Bedenkfrist und Abschaffung der eugenischen Indikation

Weitere Unterstützung für #fairändern bekundete am Montag das Institut für Ehe und Familie (IEF) der österreichischen Bischofskonferenz. “Schutz vor Überrumpelung, umfassende Information und ein Ende der Diskriminierung aufgrund von Behinderung sind ein Gebot der Stunde”, bezog Direktor Johannes Reinprecht Stellung. Dass ungewollt schwanger gewordene Frauen – die sich aufgrund ihrer Situation in einer belastenden Ausnahmesituation befänden – alleine gelassen werden, “sollte es in Österreich nicht geben”. Wichtig sei es deshalb, Frauen “vor Überrumpelung und äußerem Druck zu schützen.”

Mit Nachdruck forderte Reinprecht eine dreitägige Bedenkzeit vor der Abtreibung. Immer wieder berichten Frauen, sie seinen einst in einer solchen Situation zu einer raschen Entscheidung gedrängt worden und würden nun darunter leiden. So erklärte etwa die Lebensschutzgruppe “Plattform Leben Vorarlberg” am Montag, dass man in einer Schwangerenberatung immer häufiger mit dem Problem des Alleingelassen – Werdens von Frauen im laufenden Abtreibungsprozess konfrontiert sei. Die Unterstützung hilfesuchender Frauen, die nach erfolgreicher Einnahme der bis zur 9.Schwangerschaftswoche angewendeten Abtreibungspille, Mifegyne ihr Kind lieber doch noch behalten würden, sei in der Beratung eine “neue Herausforderung”.

Klar unterstütze das Institut für Ehe und Familie auch die #fairändern- Forderung, die eugenische Indikation abzuschaffen. Das Bewusstsein in Österreich habe sich durch diese Regelung dramatisch verändert und das Lebensrecht von Menschen mit Behinderung werde untergraben. Reinprecht: “Angesichts dieser Rechtslage ist es für Frauen psychologisch und gesellschaftlich eine große Herausforderung, ein mutiges “JA” zu ihrem behinderten Kind zu sagen. Durch die eugenische Indikation wird das Lebensrecht von Menschen allein aufgrund ihrer Behinderung weniger geschützt. Das ist eines Rechtsstaats unwürdig.”

Cartellverband: Schwangere nicht alleine lassen

Mit dem Cartellverband (ÖCV) schloss sich auch Österreichs größter Akademikerverband den Forderungen  zum besseren Lebens- und Schwangerenschutz an. “In Österreich darf sich keine schwangere Frau allein gelassen fühlen”, unterstrich ÖCV-Präsident Stefan Grüneis in einer Aussendung, in der er auch zu mehr Unterstützung, Beratung und Information, sowie Statistik und Motivforschung bei der Abtreibung aufrief. Den 2013 erfolgten Vorstoß der ÖVP, die Menschenwürde nach deutschem Vorbild in der Verfassung zu verankern, gelte es weiter zu verfolgen, sei es doch die Kernaufgabe des Staates, den Bürger Österreichs ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Dazu gehöre auch, Menschen mit Behinderung das Recht zuzusprechen, im Leben nach ihrem eigenen Glück zu streben. Auch Grüneis pochte daher auf zusätzliche Hilfen für werdende Mütter und Eltern von behinderten Kindern.

“Umfassende Informationen und Beratung von Schwangeren und ein starkes soziales Netz für Mutter, und deren Kindern müssen gefördert werden, damit sich Mütter im Bewusstsein ihrer Möglichkeiten für das Leben ihres Kindes entscheiden können”, so der ÖCV-Präsident.

Auch gelte es, Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch wie etwa die Adoption mehr in Bewusstsein zu rufen.

Mediziner vom Verein “Katholische Ärzte” als weitere #fairändern-Unterstützer bezeichneten die Menschen mit Behinderung als ‘liebe und großartige Menschen’, die vor allem ‘Menschen’ seinen. Sie bereichern unseren Alltag. Sie bereichern die Gesellschaft. Ihren Muttern ist zu danken, dass sie zu ihrem Kind gestanden sind. In einer humanen Gesellschaft dürfte es kein Recht geben, das Menschen mit Behinderung das Leben abspreche und es erlaube, ihnen sogar bis wenige Stunden vor der Geburt das Leben zu nehmen, betonte der Sprecher der österreichweiten Vereinigung, der Wiener Gynäkologie Romeo Reichel.

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